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Familienzuwachs und Eigenheim: Baufinanzierung mit Elterngeld

Die passende Immobilie ist gefunden – und gleichzeitig kündigt sich Nachwuchs an. Eigentlich ein Grund zur doppelten Freude. Doch sobald ein reguläres Gehalt vorübergehend durch Elterngeld ersetzt wird, entstehen bei vielen jungen Eltern Fragen:

Die gute Nachricht: Eine Baufinanzierung mit Elterngeld ist grundsätzlich möglich. Sie muss jedoch besonders sorgfältig geplant werden. Entscheidend ist nicht allein das aktuelle Einkommen, sondern ob die Finanzierung während der Elternzeit und nach dem beruflichen Wiedereinstieg dauerhaft tragbar bleibt.

Wie berücksichtigen Banken das Elterngeld?

Elterngeld wird nur für einen begrenzten Zeitraum gezahlt. Viele Banken behandeln es deshalb nicht wie ein dauerhaftes Gehalt. Wie stark es in die Haushaltsrechnung einfließt, unterscheidet sich von Kreditinstitut zu Kreditinstitut.

Vereinfacht lassen sich drei Ansätze unterscheiden:

Institut ABezieht das Elterngeld zeitlich befristet in die Haushaltsrechnung ein.
Institut BBerücksichtigt zusätzlich das erwartete Einkommen nach der Elternzeit und verlangt dafür einen Nachweis.
Institut CSetzt das Elterngeld nicht oder nur eingeschränkt als nachhaltiges Einkommen an.

Reicht das dauerhafte Einkommen des weiterarbeitenden Elternteils bereits aus, um die Finanzierung zu tragen, spielt das Elterngeld häufig eine geringere Rolle. Wird es für die gewünschte Darlehensrate benötigt, kommt es besonders auf das Finanzierungskonzept und die Auswahl der passenden Bank an.

Wir vergleichen die aktuellen Vorgaben zahlreicher Banken und Finanzierungspartner. So können wir gezielt prüfen, welche Institute eure familiäre und berufliche Situation angemessen berücksichtigen und welche Nachweise benötigt werden.

Das Elterngeld verständlich erklärt

Wissenswertes zum Thema Baufinanzierung mit Elterngeld

Für eure Baufinanzierung ist wichtig, wie hoch das Elterngeld ausfällt und wie lange es zur Verfügung steht.

So wird der Wunsch vom Eigenheim planbar

Mit einem Baby verändert sich nicht nur der Alltag. Auch Einnahmen und Ausgaben verschieben sich: Ein Gehalt fällt vorübergehend geringer aus, gleichzeitig kommen Kosten für das Kind und möglicherweise später für die Betreuung hinzu. Eine gute Baufinanzierung bildet diese Veränderungen von Anfang an realistisch ab.

Vier Punkte sind besonders wichtig:

1. Frühzeitig planen

Je früher ihr euch mit der Baufinanzierung beschäftigt, desto besser lassen sich Elternzeit, Elterngeld und beruflicher Wiedereinstieg miteinander abstimmen. Dabei betrachten wir nicht nur eure finanzielle Situation heute, sondern auch die kommenden Jahre.

Ein früher Antrag bedeutet allerdings nicht automatisch, dass die Bank nur das bisherige volle Gehalt berücksichtigt. Bereits absehbare Veränderungen durch Schwangerschaft, Elternzeit oder eine geplante Teilzeitbeschäftigung müssen vollständig angegeben werden.

2. Rückkehr in den Beruf nachweisen

Für die Bank ist wichtig, wann und mit welchem Einkommen ihr nach der Elternzeit wieder arbeiten möchtet. Eine Arbeitgeberbestätigung über das fortbestehende Arbeitsverhältnis, den geplanten Wiedereinstieg, die künftige Arbeitszeit und das erwartete Einkommen kann die Prüfung erleichtern.

Ob und in welchem Umfang eine Bank diese Angaben berücksichtigt, hängt von ihren jeweiligen Kreditrichtlinien ab.

3. Familienbudget realistisch berechnen

Eine Darlehensrate muss nicht nur heute passen, sondern auch in Monaten mit geringerem Einkommen. Deshalb gehören neben Elterngeld und Teilzeitgehalt auch laufende Lebenshaltungskosten, Rücklagen, Versicherungen und mögliche Betreuungskosten in die Haushaltsrechnung.

Wichtig ist außerdem ein finanzieller Puffer. Denn gerade mit einem Kind sollte nicht jede unerwartete Ausgabe die Finanzierung ins Wanken bringen.

4. Die passende Bank auswählen

Banken bewerten Elterngeld und den geplanten Wiedereinstieg unterschiedlich. Eine Finanzierung, die bei einem Institut nicht in das Prüfraster passt, kann bei einem anderen Finanzierungspartner durchaus möglich sein.

Die richtige Bankauswahl erhöht deshalb die Chancen auf eine passende Finanzierung. Sie ersetzt aber keine tragfähige Haushaltsrechnung. Eigenkapital, Kaufpreis, Darlehenshöhe und monatliche Rate müssen auch langfristig zu eurem Familienbudget passen.

Mit guter Planung ins eigene Zuhause

Der Wunsch nach einem eigenen Zuhause wird mit Nachwuchs oft noch stärker: mehr Platz, ein eigenes Kinderzimmer und ein Umfeld, in dem die Familie ankommen kann. Eine bevorstehende Elternzeit muss diesen Wunsch nicht ausbremsen.

Gemeinsam betrachten wir eure finanzielle Entwicklung vom Einkommen vor der Geburt über die Elternzeit bis zum beruflichen Wiedereinstieg. Anschließend prüfen wir, welche Banken eure Situation angemessen berücksichtigen und wie sich die Finanzierung auch für die Zeit nach dem Elterngeld sicher aufstellen lässt.

So entsteht keine Finanzierung, die nur auf dem Papier funktioniert, sondern eine Lösung, die zu eurem Familienleben und eurem Wunsch vom Eigenheim passt.

Hinweis: Die Angaben zum Elterngeld entsprechen dem Rechtsstand August 2026 und stellen keine Rechts- oder Steuerberatung dar. Da sich gesetzliche Regelungen und Kreditrichtlinien ändern können, sollten die aktuellen Voraussetzungen vor der Antragstellung nochmals geprüft werden.

Wir wissen, welche Bank welchen Ansatz verfolgt. So vermeiden wir unnötige Extraschleifen und erhöhen die Chance auf eine reibungslose Finanzierungszusage.

Kevin Budde

Geschäftsführer

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